Archiv für die Kategorie ‘UMass Dartmouth’

Kapitel 3

Juni 5, 2008

Hurra, das dritte Kapitel der Thesis ist so gut wie fertig… Jetzt warte ich nur noch auf die Verbesserungsvorschläge meiner Lektoren. Erstens natürlich meinem Betreuer Prof. Khanna, der es aber erst morgen zu Lesen bekommen wird. Und dann meinem Kommilitonen und Freund Rob und seinem Kumpel Adam. Letzterer studiert geschickterweise Englisch und korrigiert dann an der Wortwahl und Grammatik rum. Werd wohl allen dreien noch ein Geschenk kaufen müssen bevor ich wieder nach Hause fliege.

Und Kapitel 4 sollte jetzt nur einen Tag dauern hoffe ich, da ich da schließlich nur meinen C-Code breit treten muss.

Graduation

Juni 2, 2008

Die Masterarbeit ist zwar noch nicht fertig, aber nachdem ich im Sommer hier dann meinen Abschluss erreiche, durfte ich trotzdem schon mal an den Feierlichkeiten teilnehmen. Der Artikel ist wieder etwas hinterher, aber das Bild wollte ich euch nicht vorenthalten. Am 24. Mai war hier also die feierliche Commencement-Zeremonie für alle Masterstudenten, die ihren Abschluss bekommen. Und ich durfte also auch mit über die Bühne maschieren und schon einmal die Mappe für das Zeugnis mitnehmen, das ich irgendwann dann per Post bekomme. Es war ein ziemlich gutes Gefühl muss ich sagen. Die Anerkennung für die ganzen Jahre Studium, die man schon hinter sich hat und im speziellen natürlich das Jahr hier.

Emanuel bei Graduation

Deswegen mach ich jetzt auch mal schleunigst im dritten von vier Kapiteln in der Thesis weiter…

Physikstudenten… und Bars.

Februar 22, 2008

Okay… wenn man an Physikstudenten denkt, fällt einem nicht unbedingt Party, tanzen und ein lockeres Leben ein. Ich weiß auch sehr wohl, dass ich da vielleicht etwas aus dem Rahmen falle und nicht unbedingt ins Klischee passe. Aber hier im Physikinstitut tummeln sich lauter solche Gestalten… Hausaufgaben, lernen, schlafen und unzählige Stunden zusammen im Computerraum rumhängen. Okay, der ist hier sowas wie der Treffpunkt der Physikstudenten. Aber ich hab sogar schon Erzählungen von Leuten gehört, die dort geschlafen haben!

Ich hab jetzt beschlossen, das kann so nicht weiter gehen. Wir können nicht den Kunststudenten, die ja anstatt „arts major“ auch als „drinking major“ bezeichnet werden, den ganzen Spaß lassen. Also werde ich jetzt alles daran setzen, so viele Physiker wie möglich in irgendwelche Bars und Clubs zu zerren. Heute hab ich diese Aktion mal gestartet und auch gleich mal Rob und seine Freundin mit ins Catwalk geschleppt. Das Catwalk ist ein ziemlich lustige Bar hier in New Bedford – und donnerstags gibt es Livebands. Und fast hätte ich auch noch Josh hier gehabt! Aber der hat in letzter Minute noch abgesagt. Also schon mal eineinhalb Erfolge. Nächste Woche starte ich mal einen Versuch mit Billard spielen – das liegt der Masse vielleicht etwas mehr. Und wenn es am Ende heißt, ich hätte die ganzen Physikstudenten hier verdorben und vom Hausaufgaben machen abgehalten – dann gibt es schon eine Sache, auf die ich stolz sein werde. Spuren hinterlassen und etwas gegen Vorurteile getan *g* ! Insgeheim bin ich ja schon am Planen, welchen der Professoren ich wohl am leichtesten in eine Bar bekomme. Und ich denke ich weiß auch schon wen – nachdem ich weiß, das Pr. O’Reilly öfters mal im Freestones ist, wo wir auch Dennis Geburtstag gefeiert haben (siehe Eintrag Kuchen vor ca. einer Woche).

Wünscht mir Glück im Kampf gegen die Klischees! Spaß werde ich haben. (Rob hat immerhin schon zugesagt, dass er ab sofort öfters dabei ist!)

Wetterinformation

Februar 16, 2008

Das Wetter hier in North Dartmouth ist zur Zeit ziemlich wechselhaft. Das ist aber ziemlich normal hier. Letztes Semester hat mir nämlich jemand erklärt, hier gelte der Spruch:

„You don’t like the weather? Wait five minutes – it will change.“
„Dir gefällt das Wetter nicht? Warte fünf Minuten – es wird sich ändern.“

Falls jemand daran interessiert sein sollte, wie das Wetter hier gerade immer so ist, habe ich unter den Links (auf der rechten Seite in der Seitenleiste) die Webcam der Universität eingefügt. Da kann man einen kurzen Blick auf den Campus erhaschen. Und natürlich sehen, wie das Wetter gerade so ist. Und nebenbei sieht man sofort wie überaus schön dieser Campus mit dem ganzen Sichtbeton doch ist…

Einmal mit Profis arbeiten!

Februar 14, 2008

Manchmal muss man sich wirklich fragen. Ich arbeite hier im Phyikinstitut an der Uni als „teaching assistant“ also als Tutor. Ich unterrichte mein eigenes Labor mit 20 Leuten in „Elektrizität und Magnetismus“ und dann noch im Mechanik-Labor. Und was das E&M-Labor angeht… tja da muss ich mich gerade echt wundern. Ich hab letztes Semester schon den gleichen Kurs unterrichtet und weiß deshalb zum Glück worum es geht und wo die Sachen so lagern. In dem riesigen Chaos aus Sachen, die sich seit 1970 in den Regalen angesammelt haben, würde man sonst ja gar nichts finden. Und jetzt will die verantwortliche Professorin für diese Labore das alles wohl etwas straffen. Dafür kommt sie mit komischen Regelungen und Vorstellungen zu uns Tutoren, dass wir uns schon manchmal ein wenig wundern. Aber ausbaden müssen diese Verschärfungen größtenteils die Studenten. Aber auch uns betrifft da einiges… Als ob es zu großem Teil an den Laborkursen liegen würde, wenn die Studenten die dazugehörige Vorlesung nicht bestehen. Deswegen werden die Laborkurse auch mit mehr Regeln belegt, damit man nicht so einfach Punkte bekommt. Wo auch immer der Sinn sein mag.

Aber dass die Professoren es dann nicht auf die Reihe bekommen uns mal eine Liste mit Namen der Studenten zukommen zu lassen, damit wir mal überprüfen können, wer denn alles anwesend ist oder die Hausaufgaben ordentlich korrigieren können….

Einmal mit Profis arbeiten!

Comedy!

Februar 11, 2008

Am Samstag abend war hier auf dem Campus Comedy angesagt. John Oliver, Korrespondent von „The daily show“ (okay hab ich noch nie gesehen, aber was solls) war hier auf dem Campus zu Gast. Ich bin mir nicht sicher ob er durch die Unis tourt, weil in Hollywood zur Zeit die Autoren streiken und damit das Fernsehen hier in Amerika zur Zeit in einer richtigen Krise steckt. Vielleicht gibt es momentan nicht genug zu tun für den Sender und jetzt müssen die Comedians eben mal wieder selbst auf die Bretter.

Aber auf jeden Fall war es wirklich gut! Dominik und ich haben uns gemeinsam mit dem restlichen Publikum immer wieder ausgeschüttet vor Lachen. Es war natürlich vor allem schön, die Witze eines Briten über Amerika zu hören. Das Programm war lustig, intelligent, komisch und immer wieder auch ziemlich politisch.

Masterthesis

Februar 9, 2008

Und jetzt wo ich diese Seite mal wieder entdeckt habe, will ich jetzt zu Beginn auch mal fleissig sein… das wird schon von selber irgendwann wieder vergehen. :-)

Gerade habe ich erst mal einen Teil des Programms für meine Masterthesis geschrieben. Nach längerem Hin und Her habe ich letztes Semester mich für ein Thema für meine Abschlussarbeit hier entschieden. Zuerst wollte ich ja bei Prof. Zarrillo schreiben. Sie forscht im Bereich „traffic engineering“ und das hört sich ja gerade als Wirtschaftsphysiker interessant an – eben nicht nur trockene Physik sondern gleich angewandt auf Verkehrsfluss und ähnliches. Doch es sind immer mehr Tage und Woche vergangen, ohne dass wir ein tolles Thema gefunden hätten. Sie wollte mir aber auch alle Freiheiten lassen. Was immer ich interessant finden würde – nur hat das natürlich nirgends hingeführt. Als wir dann gerade über intelligente Parksysteme diskutierten, und dass ich darüber doch eine Pilotstudie für die Uni hier machen könnte, war es mir dann genug. Da bin ich dann zu Prof. Khanna, dem wahrscheinlichsten besten Professor hier im Physics Departement und habe ihn gefragt, ob er nicht eine Arbeit für mich hätte. Und er hat mir dann auch gleich noch verschiedene Vorschläge unterbreitet! Da hab ich die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und schreibe jetzt für ihn ein Programm, das eine bestehende numerische Berechnung ausführt. Und vielleicht geht mir ja am Ende auch das Programmieren auch etwas leichter von der Hand! Das Thema seines Artikels, dem die Berechnung zu Grunde liegt kann ich euch ja auch noch schnell verraten: „Numerical solutions to lattice-refined models in loop quantum cosmology“. Wenn ihr genau wissen wollt, was es damit auf sich hat – fragt mich in zwei oder drei Monaten, wenn ich meine Masterarbeit darüber geschrieben habe. Aber immerhin sind die ersten 200 Zeilen Programmcode schon mal fertig. Auch wenn man da sicher noch einiges optimieren kann.

Aber jetzt geht dann erst mal das Wochenende los. Und weiterprogrammiert wird erst wieder nächste Woche, wenn Subir (indischer Kommilitone) mir mehr über die Berechnung selber verraten hat. Und bis dahin gibt es noch etwas Hausaufgabe und was uns für ein Wochenende eben noch so einfallen könnte – von Party machen bis zu einem kurzen Ausflug und dem Fitnessstudio nebenan.

Zweites Semester

Februar 7, 2008

So, nachdem ich es das ganze erste Semester vergangenen Herbst nur bei einem sehr kurzen Versuch belassen hab, hier was zu starten…

Seit 26. Januar bin ich zurück in den USA und seit Montag den 28. hab ich auch schon wieder Vorlesungen. Man kann nicht wirklich behaupten, dass ich es wirklich vermisst hätte… dafür waren meine fünf Wochen Ferien zu schön. Aber es war doch aufregend wieder hier herzukommen. Und so schlimm ist es auch nicht, sich langsam wieder ans lernen und studieren zu gewöhnen.

Es hat sich aber doch auch einiges geändert. Erstens fühlt man sich nicht mehr so fremd hier, und freut sich natürlich riesig viele Leute wiederzutreffen. Auch wenn es einige Leute gibt, die nur ein Semester hier waren und die wir jetzt schon vermissen. Vor allem die Gruppe der deutschen Studenten ist doch ziemlich geschrumpft. Aber das tut unserer guten Laune hier natürlich keinen Abbruch. Und deshalb wird es sicher auch ein unvergessliches und spannendes zweites Semester hier an der UMass Dartmouth werden.